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Die Vorteile einer „Low-Tech“ Gemeinde während einer „High-Tech“ Pandemie. (04.02.21)

Hier ein guter Blogbeitrag von Karl Vaters, von mir ins Deutsch übersetzt und heute in unsrer Online-Kleingruppe diskutiert:

Die Vorteile einer „Low-Tech“ Gemeinde während einer „High-Tech“ Pandemie.
Der pastorale Dienst in 2020 ist eine sich ständig verändernde Landschaft. Eine Woche Präsenzgottesdienst, die nächste Woche nur noch Online, oder beides gemischt, dann was auch immer als nächstes kommt. Dazu: die Notwendigkeit, sich den Gegebenheiten schnell und dramatisch anzupassen, wird sich wohl in 2021 nicht aufhören.
Viele Gemeinden adaptieren echt gut. Doch fällt mir auf, dass so vieles von unsren Neuigkeiten sich auf Technologien verlässt, die vor auch nur 20 Jahren nicht weit verbreitet war – nicht einmal vor 10 Jahren beim Livestream.
Und da muss ich mich fragen: wie hätten unsere Gemeinden adaptiert, wenn diese Pandemie vor 20 Jahren passiert wäre? Was hätten wir getan, ohne leichten Zugang zu so viel Internet basierter Technologie? Ich bin überzeugt; was auch immer wir damals getan hätten, das sollten wir auch jetzt tun.
Wir wollen alle Technologien benutzen, die wir können, doch auch den „Low-Tech“ Dienst einsetzen. Hier einige Beispiele:
Der Telefonanruf
Bevor dein Handy ein Computer war, war es ein Telefon. Das ist es immer noch. Ich bin dankbar für alle Extras, die mein Handy tun kann – aber wenn es um den Dienst geht – insbesondere in der kleinen Gemeinde – es gibt keinen besseren Weg, um einen Menschen zu erreichen, wenn du nicht persönlich da sein kannst, als der gute alte Telefonanruf.
Vorbeischauen
Was wäre, wenn du gerade den Anruf mit deinen Gemeindegliedern machst, wenn du sagst, du würdest auch gerne mal vorbeischauen für ein persönliches Gespräch? Natürlich mit Maske und Distanz. Für viele Gemeindegliedern, besonders die älteren, wird nichts ihre Stimmung so erheben wie ein persönlicher Gruß.
Die Familien-Bibelzeit
Wenn dein Gemeindegebäude geschlossen ist, muss das nicht bedeuten, dass Anbetung und Bibelstudium aufhören müssen. Zusätzlich zu den Online-Bibelstunden die viele Pastoren (ich auch) anbieten, können wir Tools bereit stellen, die Familien helfen können, gemeinsam in der Bibel zu lesen, studieren und diskutieren.
Die Einkaufs- oder Arztbesuchhilfe
Vieles lässt sich heute per App bestellen und bis an die Haustür liefern. Jetzt erst recht macht sich das breit. Doch Lieferapps sind nicht für jeden. Für viele Gemeindeglieder, besonders die älteren, verwirrt die Technologie mehr als sie hilft. Und in vielen ländlichen Gegenden funktionieren solche Apps überhaupt nicht.
Etwas, was wir wohl für die Gemeindeglieder tun können, die es wirklich brauchen, ist einfach anzubieten, einzukaufen, und Lebensmittel und andere Notwendigkeiten zu liefern. Oder sie mal zum Arzt zu fahren.
Wir dürfen nicht annehmen, dass die Bedürfnisse der Menschen durch Lieferapps gestillt werden. Auch wenn sie sie benutzen können, keine App kann die gute alte Hilfsbereitschaft und Freundschaft ersetzen.
Die Grußkarte:
Ach ja, die gute alte Post! Es gibt immer noch etwas Wunderbares, wenn man tatsächlich eine Karte oder einen Brief per Post bekommt – besonders von einem, den du seit einer Weile nicht mehr gesehen hast. Anders als bei Anrufen, Nachrichten und e-Mails, Menschen heben Karten auf. Sie stellen sie aus und erwähnen sie immer wieder gerne.
Mehrfache Gottesdienste
Wenn nicht alle Gottesdienstbesucher in deine Räumlichkeiten hinein passen, weil der nötige Abstand nicht gegeben ist, dann biete mehrere Gottesdienste an. Nein, es ist nicht optimal. Es macht auch mehr Arbeit für die Mitarbeiter, und bedeutet, dass wir nicht alle auf einmal zusammen sein können, doch hat es auch Vorteile.
Erstens, es holt die Leute aus ihren Wohnungen und wieder zusammen mit den anderen. Zweitens, es ist viel sicherer als alle Leute in einen Raum hinein zu quetschen. Drittens: es ist vielleicht der Anstoss, den einige Gemeinden brauchen, um von einem Gottesdienst auf mehrere zu gehen.
Andere Ideen
Welche andere Low-Tech Ideen benutzt deine Gemeinde während der Pandemie, um Menschen in Verbindung mit Anbetung, Dienst und Gemeinschaft zu halten? Teile es uns bitte mit in den Reaktionen unten.

„The Blessings Of Low-Tech Church During A High-Tech Pandemic“
By Karl Vaters / October 15, 2020 / www.karlvaters.com

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Für das Lamm,

Hugh Smith